Erfahrungsbericht Urlaub im Hotel Grand Resort in Ägypten

Entspannen und Sonnen im April, das war das, was meine gute Freundin und ich vor hatten. Einmal ohne Partner oder Familie entspannen und es uns richtig gut gehen lassen. So entschieden wir uns für eine Woche Urlaub im 5 Sterne Hotel Grand Resort in Hurghada. In Ägypten ist es im April auch schon schön warm, so dass hier ein Sonnenbad am Strand oder sogar ein Meerbad möglich ist.

Das Hotel Grand Resort in Hurghada

Die Anlage vom Hotel Grand Resort ist ein Traum: mehrere Poollandschaften, wunderschön angelegte Gärten und das Hotel an sich, hat so viele Details mit den Säulen und hübschen Fenstern. Die Zimmer waren wunderschön und groß mit Doppelbett, großem Badezimmer und einem Balkon. Das Service im Hotel war sehr gut, alles war sauber und das Personal sehr freundlich. Das Essen war wirklich sehr gut, es gab beim Buffet verschiedene Speisen und es wurde immer sehr schnell aufgefüllt. Wir hatten Halbpension mit Frühstücks- und Abendbuffet. Mittags haben wir uns im Hotel immer eine Kleinigkeit zum Essen gegönnt. Abends gab es auch ein Restaurant am Pool, wo man aus verschiedenen Menüs wählen konnte und uns auch sehr gut geschmeckt hat. Abends mit der Beleuchtung kommt das Hotel erst so richtig zur Geltung, es ist wie in einem Märchen von 1001 Nacht. Um zum Strand zu kommen, musste man das Hotel durch den Haupteingang verlassen, eine schmale Straße queren und durch das gegenüberliegende Hotel durchgehen. Dieser Weg ist in ein paar Minuten zu machen und hat uns nicht wirklich gestört. Das Meer war schon im April sehr warm und wir konnten wirklich wunderbar baden. Am Strand gab es immer genug Liegen und Schirme und manche hatten auch einen Wind- und auch Sichtschutz um die Liegen. Gleich beim Strand ist auch ein Pool mit einer Poolbar, wo man sich auch etwas zu trinken kaufen konnte. Am Strand gab es auch für Kinder eine große Wasserrutsche, sowie eine Station, wo man sich Surfequipment oder Boote ausborgen konnte.

Ausflug von Hurghada nach Luxor

Am 4. Tag unseres Urlaubes entschieden wir uns für den Ausflug nach Luxor. Dieser Tag startete schon sehr früh, denn Abfahrt mit dem Bus war um 5:20 Uhr vor dem Hotel. Dann ging es zu einem Sammelplatz und um 7 Uhr fuhren 102 Busse im Konvoi nach Luxor. Die Fahrt im Bus dauerte 4 Stunden und um 11 Uhr erreichten wir die erste Sehenswürdigkeit:

Memnonkolosse in Theben

Diese zwei nebeneinander stehenden, alt-ägyptischen Kolossalstatuen aus dem 14. Jahrhundert vor Christus (die Memnonkolosse) stehen westlich der Stadt Luxor direkt an der Straße zur Nekropole von Deir el-Bahari mit dem Totentempel der Hatschepsut. Die Statuen stellen den König Amenophis III. dar, auf dem Thron sitzend und Richtung Nil schauend. Die Statuen sind leider schon stark beschädigt, die Gesichtszüge des Pharao sind nur mehr schwer erkennbar und die Kronen fehlen komplett. Bei den Beinen befinden sich wesentlich kleiner aufrecht stehende Frauengestalten. Am rechten Bein wird die Gemahlin des Amenophis III. dargestellt und am linken Bein seine Mutter Mutemwia. Der Thron wurde auf der Seite mit Gottesdarstellungen und ägyptischen Hieroglyphen geschmückt. Ich war ehrlich gesagt sehr überrascht, wie einfach diese Kostbarkeiten hier exponiert sind, weder ein Dach noch sichere Gitter wurden hier aufgestellt, als Abtrennung diente lediglich ein Seil. Sowas gibt es in Europa eher selten, solche großartigen Relikte werden viel sicherer geschützt.

Tal der Könige

Das berühmte Tal der Könige war unsere nächste Station an diesem (leider sehr) heißen Tag. Hier ist unter anderem die letzte Ruhestätte von Tutanchamuns, der wohl am bekanntesten ist. Interessant ist, dass die Grabstelle des jungen Pharaos die kleinste der insgesamt 62 Anlagen ist. Wir haben uns auch das Grab von Thutmosis I. angeschaut. Dieses Grab erreicht man über eine steile Metalltreppe, die weit ins Innere des Grabes führt. Die ovale Sargkammer ist an der Decke mit Sternen übersät und an den Wänden sind Texte und Bilder zu sehen und ist wirklich imposant. Das Tal der Könige ist sehr groß und es gibt viele Gräber, wobei nicht alle für Touristen zugänglich sind.

Hatschepsup Tempel

Nach einem kurzen Zwischenstop in einem Alabaster Shop geht es weiter zum Hatschepsut Tempel. Auf Anhängern sitzend, fuhren wir bis zum Totentempel der Königin Hatschepsut.  Über eine Rampe erreicht man die erste Pfeilerhalle, wo an den Seitenenden zwei Statuen der Königin zu sehen sind. Über eine weitere Rampe geht es hinauf auf die erste Terrase, wo die Geburtshalle besichtigt werden kann. Dieser Tempel hat mich sehr beeindruckt, die Bauweise und die vielen Details und Bemalungen. Meine Freundin und ich haben hier sehr viele tolle Fotos machen können.

Karnak Tempel

Nach einer kurzen Nilkreuzfahrt ans andere Ufer und einem gewöhnungsbedürftigem Mittagessen ging es noch zum Karnak Tempel. Da uns die Hitze sehr zu schaffen machte, mußte der Großteil unserer Gruppe und auch wir, bei diesem letzten Stopp leider passen. Es hatte an diesem Tag um die 44 Grad und alle Sehenswürdigkeiten sind größtenteils in der Sonne. Eine Handvoll schleppte sich noch mit dem Reiseleiter in den Tempel und war restlos begeistert. Ich hoffe sehr, dass ich diese Sehenswürdigkeit doch noch einmal live zu Gesicht bekomme und hier nachtragen kann. Nach einem letzten Stopp in einer Papyros Fabrik war um 18 Uhr wieder Abfahrt am Bussammelplatz und um 23 Uhr waren wir todmüde in unserem Hotel. Ganz toll war, dass diese extra um diese Uhrzeit für uns ein etwas kleineres Abendbuffet hergerichtet hatten.

Fazit

Dieser Urlaub war durch den Ausflug ein wirklich großartiges Erlebnis. Ägypten ist faszinierend mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Leider hatten wir ein wenig Pech und der Tag unseres Ausfluges war für April mit fast 44 Grad zu heiß. Dafür hatten wir ein riesen Glück und einen ganz tollen Reiseleiter, der uns mit vielen Infos und Humor durch den Tag lotste. Die Gruppe für den Ausflug setzte sich aus allen Altersgruppen zusammen und wir hatten wirklich viel Spaß zusammen. Mir hat vor allem gefallen, dass wir dadurch viele Infos von anderen Hotels sammeln konnten und wir uns am Ende sicher waren, das für uns richtige Hotel ausgewählt zu haben. Einen Tipp kann ich hier noch abgeben für die Wasserversorgung im Hotel. Die Flaschen kosteten nämlich im Hotel 14 Pfund, im Supermarkt um die Ecke 2 Pfund. Hier hat uns sogar der Reiseleiter empfohlen mit einem Rucksack die Flaschen ins Hotel zu transportieren, da man sie sonst nicht mitnehmen darf und sogar abgeben muss. Ein bißchen traurig war ich, weil in den letzten Tagen durch die Hitze einige kleine Quallen im Meer trieben. Angeblich ungefährlich, aber ich traute mich dann nicht mehr hinein und wir blieben die letzten paar Tage am Pool. Wer auch diese Ausflugstour plant, sollte auf jeden Fall für ausreichend Wasser und Sonnenschutz sorgen, eventuell auch kleine Snacks mitnehmen. Profis haben hier einen kleinen Regenschirm als Sonnenschirm eingesteckt, Kappen mit Nackenschutz und dünne Westen oder Jacken als Schutz mit. Die Sehenswürdigkeiten befinden sich alle in der prallen Sonne, ohne Schutz von Bäumen, wo man sich unterstellen könnte. Auf der Straße und am Flughafen ist es sehr gewöhnungsbedürftig, wenn sehr viele Männer und Kinder hinter einem herlaufen und Backschisch einfordern und auch noch fordern, wenn man schon etwas gegeben hat.

Fotos von Sabine, April 2008