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ÖAMTC: Mit der Familie auf Sommerurlaub – richtig reagieren, wenn etwas schief geht

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Familienurlaub

Tipps für die Mietwagen-Nutzung und das Vorgehen bei Reisemängeln

Der lang ersehnte und ersparte Sommerurlaub soll möglichst perfekt werden. Doch vor Problemen mit dem Mietwagen, dem Flug oder der Unterkunft ist man nicht gefeit – diese können Stress verursachen, insbesondere mit Kleinkindern „im Gepäck“. Die Clubtouristiker und –juristen haben häufige Ärgernisse der Mitglieder gesammelt und geben hilfreiche Tipps, wie man mit Mängeln am besten umgeht.

Wer sich einen Mietwagen ausleiht, sollte bereits bei der Buchung darauf achten, dass Kindersitze im Fahrzeug sind, die der Größe und dem Gewicht der Kinder entsprechen. Doch Achtung: Eine vom ÖAMTC initiierte Umfrage untern den Partnerclubs hat ergeben, dass es zahlreiche Beschwerden aufgrund teils horrender Gebühren für das Bereitstellen von Kindersitzen gibt. „Hier zahlt sich ein Vergleich vor dem Urlaub aus“, rät Clubjuristin Verena Pronebner. „Vor Ort sollte man bei einem offensichtlich schadhaften Sitz einen Austausch verlangen.“ Checklisten sowohl für die Buchung als auch für die Übernahme eines Mietwagens findet man unter www.oeamtc.at/reiseinfoservice.

Flug verspätet, annulliert oder überbucht – das steht Reisenden zu

„Passagiere, die – unabhängig von der Fluglinie – von einem Flughafen in der EU wegfliegen oder mit einer EU-Airline zurück in die EU fliegen, haben besondere Rechte, wenn ein Flug überbucht, annulliert oder stark verspätet ist“, weiß die ÖAMTC-Juristin. „So haben Reisende Anspruch auf eine schnellstmögliche alternative Beförderung an den Urlaubsort – allenfalls auch auf einen späteren Flug.“ Außerdem erhalten Passagiere in der Wartezeit Verpflegung und Kommunikationsmöglichkeiten (kostenlose Telefonate oder Mails) und, sofern nötig, übernimmt die Airline auch die Kosten der Hotelübernachtung. „Hat der Flug sehr viel Verspätung, also fünf Stunden oder mehr, erhält man das Geld fürs Flugticket zurück“, sagt Pronebner. „Abhängig von der Flugstrecke und der Dauer der Verzögerung sind zusätzlich Ausgleichszahlungen durchsetzbar.“

Zur leichteren Übersicht haben die Clubjuristen Factsheets zu den generellen Rechten von Reisenden vor, während und nach dem Urlaub erstellt – zu finden unter www.oeamtc.at/recht.

„Lange Wartezeiten am Flughafen sind insbesondere für Kinder mühsam. Am besten erkundigt man sich bei der Fluglinie oder direkt beim Flughafen-Personal nach Rückzugsräumen bzw. Spielzimmern“, rät die ÖAMTC-Expertin. „Im Handgepäck sollten außerdem Bücher, Stifte, ausreichend Windeln und Babynahrung nicht fehlen, um die Zeit bestmöglich zu überbrücken.“

Stichwort Prospektwahrheit – Mängel vor Ort umgehend reklamieren, Beweise sichern

Statt erfreulich kann die Ankunft am Urlaubsort auch ernüchternd sein. Gerade im Sommer häufen sich die Beschwerden von enttäuschten Mitgliedern. Es gilt hier der Grundsatz der Prospektwahrheit: Der Reisende soll sich darauf verlassen können, dass die Unterkunft samt Umgebung der Beschreibung im Katalog entspricht. „Wenn vor Ort offensichtlich ist, dass die angebotene Leistung nicht passt, sollte man umgehend bei der örtlichen Reiseleitung oder beim Hotelmanagement und dem Reiseveranstalter reklamieren“, empfiehlt Pronebner. „Um spätere Ansprüche besser durchsetzen zu können, gilt es, Fotos als Beweise zu sammeln und sich die Beschwerde schriftlich bestätigen lassen.“

ÖAMTC-Juristen helfen bei Ansprüchen – Nothilfe auch rund um die Uhr

Um im Nachhinein Ansprüche geltend zu machen, steht Mitgliedern die kostenlose Rechtsberatung des Clubs zur Verfügung. Nähere Infos dazu gibt es unter www.oeamtc.at/rechtsberatung. Bei Notfällen kann man sich auch aus dem Ausland rund um die Uhr an die juristische Nothilfe des ÖAMTC wenden, erreichbar unter Tel. +43 (0)12512000.

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