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Strände, Buchten, Meer: Warum eine Yacht chartern oft besser als typischer Strandurlaub ist

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Für die meisten Westeuropäer gibt es in der Sommersaison ein Hauptziel für den Urlaub: Das sind die klassischen Ferien am Strand im Liegestuhl mit Sonnenschirm. Das mag verlockend klingen, schließlich kann man sich darauf exzellent einstellen und hat durch das mediterrane Wetter und das naheliegende Meer praktisch immer eine schöne Zeit. Jedoch kann man Wetter, Meer, Land und Leute auch anders genießen: Durch das Chartern einer Yacht. Was sehr teuer und kompliziert klingt, ist in der Realität auch oft für Urlauber mit mittlerem Einkommen erschwinglich. Vorteile und Unterschiede zum klassischen Strandurlaub sollte man sich deshalb einmal näher ansehen.

Freie Beweglichkeit

Der wohl größte Unterschied zum regulären Strandurlaub ist die freie Beweglichkeit. Man kann zwar nicht andocken, wo man gerade möchte, aber praktisch überall etwas von der Küste entfernt den Anker auswerfen und einfach mal die Umgebung genießen. Das ist besonders vorteilhaft, wenn man an den Städten und Sehenswürdigkeiten in der Region interessiert. Macht man zum Beispiel gerade in Kroatien Urlaub, kann man die Naturschönheiten der Insel Rab bestaunen, gleich darauf allerdings selbständig die ehemalige Gefangeneninsel Goli Otok besuchen oder direkt zum kroatischen Festland fahren. Die Möglichkeiten, solange regelmäßig aufgetankt wird, sind praktisch ohne Grenzen.

Versteckte Buchten und Strände entdecken

Hat man seine eigene Yacht, kann man wesentlich leichter versteckte und praktisch nie besuchte Strände und Buchten entdecken. Seltene Plätze von den Menschenmassen entfernt finden sich praktisch überall in Europa, Asien und den USA. Einzigartig ist das Gefühl hier mit einer gemieteten Yacht oder Boot, weil man zeitlich praktisch ungebunden ist. Bei Tagesreisen ist man verpflichtet, wieder nach einigen Stunden zurückzufahren. Findet man mit auf Yachtreise seine Lieblingsbucht, kann man hingegen dort dann auch einfach mal einige Tage verweilen.

Selbständige Unterhaltung

Wer sich gerne im Urlaub von A bis Z alles machen lässt, findet sein Glück oft in 5-Sterne-Hotels und großen Urlaubsresorts. Live-Entertainment, ständige Animation und vorgeschlagene Aktivitäten erhält man auf dem Boot natürlich nicht. Man sollte sich selbst wissen zu unterhalten. Bei schönem Wetter kann das Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen und vieles mehr sein. Bei Regen kann in der nächsten Stadt angedockt werden, oder man weiß sich durch Kartenspiele, Bücher und Anderes selbst zu unterhalten. Ein eigenes Programm zu erstellen oder sich zumindest spontan Gedanken zu machen, was man als nächstes unternimmt, kann man sich auf der eigenen Yacht jedenfalls nicht abnehmen lassen.

Instandhaltung und Fahren des Boots

Während man im Ferienresort oder im Hotel meistens eine Reinigungskraft zur Verfügung hat, ist das auf der Yacht anders. Man erhält das Boot vom Yachtcharter in sauberen und einwandfreien Zustand, ist anschließend aber bis zur Übernahme für die hygienische Situation selbst verantwortlich. Hinzukommen können Tätigkeiten wie zum Beispiel das Auftanken des Motors und eventuell kleine Wartungsarbeiten am Boot.

Beim Motorboot ist man ansonsten nur angehalten, selbst am Steuer zu stehen, möchte man weiterfahren. Einen Autopiloten gibt es bei gecharterten Yachten normalerweise nicht. Für das Fahren braucht man in der Regel zumindest das kroatische Küstenpatent. Das erhält man durch eine Ausbildung, die man in der Regel in einem Wochenende absolvieren kann und aus einer Theorie- und Praxisprüfung mit Training zuvor besteht. Hat man das kroatische Küstenpatent Skipper B, ist man berechtigt, Boote mit 30 BRZ (Bruttoraumzahl) zu fahren.

Bei Segelbooten verhält es sich natürlich anders. Auch hier ist zumeist ein Segelschein vorzuweisen, bevor man das Boot besteigen kann. Während dem Fahren ist das Segeln zumeist wesentlich arbeitsintensiver als das Lenken und Fahren des Motorboots. Bei der Segelyacht müssen bei Sturm Segel eingeholt werden, außerdem hat man sich ständig an den Seegang und die Windrichtung anzupassen. Ist man noch nicht sehr geübt, empfiehlt es sich zumeist, die Motoryacht zu fahren statt auf die Segelyacht zu setzen.

Unter sich statt in der Masse

Strandtourismus ist zumeist Massentourismus. Das genaue Gegenteil bieten hingegen der Yachttourismus an. Weder die Vermietung noch der tatsächliche Urlaub selbst kann als Massentourismus bezeichnet werden. Praktisch während der gesamten Zeit auf See kann man alleine sein. Möchte man unter Leute gehen, dockt man in einer nahen Stadt oder Dorf an. Ob man es schätzt, seine Ruhe vor fremden Menschen zu haben, hängt von der persönlichen Präferenz und den Menschen ab, mit denen man seinen Urlaub verbringt. Mit dem Partner macht es oft Sinn, Tage und Wochen in Zweisamkeit zu verbringen. Möchte man mit Freunden auf Bootstour gehen, kann es besser sein, regelmäßig anzudocken, um neue Leute kennenzulernen und sich unter die lokale Bevölkerung zu mischen.

Natur statt menschliche Hinterlassenschaften

Zu oft steckt man am Strand die Füße in den Sand und sieht plötzlich alte Zigaretten, die den Zeh berühren. Das Gleiche passiert fast überall an den Küsten, an denen Hotels, Resorts und zahlreiche Apartments angeboten werden. Man findet Plastikmüll und andere menschliche Hinterlassenschaften in der Landschaft verstreut. Hat man das beim Chartern einer Yacht nicht? Auf jeden Fall ist man nicht direkt damit konfrontiert.

Fährt man mit der Yacht zu einer Bucht, die offensichtlich mit Müll beladen ist, macht man einfach kehrt und fährt die nächste, verstecktere Bucht an. Man hat praktisch völlige Wahlfreiheit, während man bei traditionellem Strandurlaub ins Auto oder den Bus steigen muss, um nur in die nächsten Ortschaften zu gelangen.

Kabinen statt Apartmentzimmern

Mit Sicherheit ist das Leben in einem Boot während dem Urlaub eine prägende Veränderung. Die Räume sind in der Regel nicht besonders hoch und meistens auch weniger groß als in Hotelapartments. Gleichzeitig wird der vorhandene Raum sehr effizient genutzt, aus jedem Kubikmeter freien Platz wird zusätzlicher Stauraum. Außenlampen und andere Funktionen sind oft leicht ausklappbar und verschwinden nach Bedarf wieder im Boden. Mit Sicherheit ist das Leben auf einem Boot am Anfang eine Umstellung, an die man sich wohl einige Tage gewöhnen muss.

Nicht zuletzt, weil der Wellengang dafür sorgt, dass das Boot selten komplett bewegungslos im Wasser schwimmt. Obwohl moderne Kabinen sehr komfortabel gebaut sind und Wellengang kaum spürbar machen, wird man den Unterschied besonders anfangs spüren. Bei Unwettern und Stürmen ist das Schaukeln des Boots für Menschen, die zuvor keine Erfahrung auf hoher See hatten, eine Umgewöhnung. Nach einigen Tagen fällt der Unterschied jedoch meistens nicht mehr auf und hat oftmals abends sogar eine beruhigende Wirkung.

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